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Sein Sohn Franz Andreas übernahm von seinem Vater die Tradition des Puppenspiels. Zunächst nur im rechtsrheinischen Köln. Dort vertrieb er mit seinem kleinen, ambulanten Theater an der Deutzer Schiffsbrücke den Passanten die Zeit, die warten mußten bis ein Schiff vorbei gefahren war und die Brücke wieder für den Verkehr geöffnet wurde. |
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Das war eine gefährliche Arbeit,
bedeutete doch jeder sich nähernde preußische Polizist
Gefahr, denn Franz Andreas besaß die "Conzession" der
preußischen Obrigkeit noch nicht. Die bekam er aber 1894
für das rechtsrheinische Köln und ganze Stadt. |
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Der nächste Millowitsch - Josef Caspar - bezog schon ein
festes Haus in Köln und ging darüber hinaus bereits auf
Tournee. Dessen Sohn wiederum, Wilhelm Josef, revolutionierte
das Millowitschtheater. Er stellte von Stockpuppen auf
richtige Schauspieler um. Wilhelm Josef spielte jetzt auch
andere Stücke. Die kölschen Faxen mit Hänneschen, Bestevater
und den anderen Traditionsfiguren des Stockpuppentheaters
wichen mehr und mehr einer Mode der Zeit: Der großen Revue.
Die berühmteste war "In 80 Tagen um die Erde!". |
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Nach Wilhelms Tod übernahm seine Frau Emma die Geschicke der Dynastie, bis sie 1920 das Zepter an ihren Sohn Peter übergab. In der schweren Zeit der Depression und Inflation wanderte das Millowitsch-Theater von einem Spielort zum anderen. Vom Kristallpalast in die Schildergasse und in die Ehrenstraße. Erst 1936 wurden die Zeiten mit dem Einzug in die Aachener Straße besser. |
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| In diesem Haus hat das Theater noch heute seinen Sitz. Dort wurde am 16. September 1945 das Haus wiedereröffnet. Dank der schnellen Hilfe des damaligen Oberbürgermeisters von Köln: Konrad Adenauer. Schon während des Krieges hatte Willy von seinem Vater die Führung des Theaters übernommen und leitete es nun zusammen mit seiner Schwester Lucy. |
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Die nächste "Revolution" war das Fernsehen. Am 18. Oktober 1953 wurde die erste Livesendung aus dem Millowitsch-Theater übertragen. Seither sind weit mehr als 100 Sendungen gefolgt und haben den Namen Millowitsch weit über die Grenzen Kölns bekannt gemacht. |
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Ein Ende der Tradition ist noch nicht abzusehen, denn inzwischen hat sich einen Namen gemacht und wird die Tradition der Familie in der siebten Generation fortsetzen. |